Der Weg von Meersalz aus Portugal in den Handel in Deutschland

Der Weg von Flor de Sal aus Portugal in den Handel in Deutschland


Alle Unternehmen, Charaktere und Orte in folgendem Beispiel für eine übliche Zulieferkette sind fiktiv und dienen einer veranschaulichten Darstellung. Alle genannten Preise entsprechen unseres Wissens nach gängigen Marktpreisen, welche wir in ausführlichen Recherchen ermittelt haben - diese können jedoch variieren.

  • Das Unternehmen "Super-Deluxe-Salz-Handelsmarke" ist ein international agierendes Handelsunternehmen. Es kauft weltweit feinste Rohstoffe direkt bei Produzenten, verpackt diese schmuck und vertreibt sie unter einem eigenen Markennamen. Dieses Unternehmen kauft auch Flor de Sal an der Algarve. In 20 kg Säcken. Mit einer Abnahmemenge von jährlich acht Tonnen haben sie gute Druckmittel um einen niedrigen Preis mit den örtlichen Kooperativen auszuhandeln, da diese oft Schwierigkeiten haben die gesamte Jahresproduktion zu verkaufen. Am Ende geht das Flor de Sal für 3,85 Euro pro Kilogramm über den Tisch.
  • Da Arbeitskräfte in Deutschland teuer sind, schickt die "Super-Deluxe-Salz-Handelsmarke" das gekaufte Salz im Gebinde nach Tschechien, wo es eine Abfüll- und Verpackungseinrichtung betreibt. Die Salzblüte aus Portugal wird dort in schmucke Döschen gefüllt, zu je 100g, und mit einem teuer aussehendem Gourmet-Etikett versehen. Verkaufsbereit kann das fertige Produkt nun in das Warenlager in Deutschland geschickt werden.
  • Die rund 26 Paletten mit rund 80.000 kleinen Flor de Sal Döschen a 100 g müssen nun in den Handel gebracht werden. Dies geschieht meist über Großhändler. Das Handelsunternehmen beschäftig sich lediglich mit Einkauf, Marketing und Markenbildung. Dies ist jedoch ein aufwendiges und kostspieliges Unterfangen.
  • Der Großhändler "Wieselflink-Gourmet-Express-Großhändler" ist Lieferant diverser Feinkost- und Naturkostläden und regionaler Supermarktketten im Großraum München. Einen Teil seines Sortiments, auch das Flor de Sal, bezieht er von der "Super-Deluxe-Salz-Handelsmarke". Bei der Abnahme von größeren Mengen bezahlt er für eine Verpackungseinheit mit 100 g Flor de Sal ca. 1,85 €, das entspricht 18,50 € pro Kilogramm.
  • Max ist Einzelhändler. Er betreibt einen kleinen Naturkostladen in einer kleinen Seitengasse der Münchner-Innenstadt. Die Mietpreise haben es in sich. Max bezieht einen Teil seines Sortiments beim Lieferanten "Wieselflink-Gourmet-Express-Großhändler" - auch das Flor de Sal. Hierfür bezahlt er seinem Lieferanten 2,60 € pro 100g Döschen. Also 26,- € pro Kilogramm. Um die hohen Mietpreise und stetig steigenden monatlichen Unkosten bewältigen zu können, muss Max seinen Einkaufspreis nun mindestens verdoppeln. Er bietet das 100g Döschen nun für 5,40 € in seinem Laden an.
  • Eva ist Studentin und Stammkundin bei Max, da der Laden auf dem Weg zur Uni liegt. Sie legt viel Wert auf eine gesunde Ernährung, kocht gerne selbst - hin und wieder auch für Freunde. Sie liebt das milde, naturbelassene Flor de Sal aus Portugal und nutzt es regelmäßig. Über das Jahr hinweg verbraucht sie so ein ganzes Kilogramm. Dieser Luxus kostet sie jährlich rund 54,- €. Das ist viel Geld für eine angehende Lehrerin.

Was Eva wissen sollte:


Wenn Eva pro Jahr ein Kilogramm Flor de Sal verbraucht, und dafür insgesamt 54,- € ausgibt, bezahlt sie damit...

  • ...   3,53 € gesetzliche MwSt. - das sind anteilig am Gesamtpreis 7 %.
  • ...   3,85 € für den eigentlichen Rohstoff das Flor de Sal - das sind anteilig am Gesamtpreis knapp 7,5 %.
  • ... 46,62 € für Konventionen in der Zulieferkette - das sind anteilig am Gesamtpreis fast 85,5 % .


Warum wir die Kampagne gegründet haben


Die traditionellen Meersalzproduzenten bekommen nur einen kleinen Bruchteil des finalen Verkaufspreises, sie haben Probleme von einer harten, anständigen Arbeit leben zu können. Der Verbraucher muss viel Geld für ein hochwertiges Naturprodukt zahlen, was zur Folge hat, das meist nur die Oberschicht der Gesellschaft Zugang zu hochwertigen Produkten hat und der normale Bürger gezwungen ist auf billige Industrieware zurückzugreifen.


Dies halten wir für falsch und haben begonnen zu hinterfragen ob das wirklich so sein muss. Gibt es denn einen Weg, hochwertige Produkte für mehr Menschen zugänglich zu machen und den Produzenten zu helfen mit einer ehrlichen Arbeit ein vernünftiges Einkommen zu erzielen?


Ja den gibt es! Inspiriert von Prof. Günter Faltin und seiner Teekampagne haben wir bestehende Konventionen im Handel mit Meersalz hinterfragt und ein auf Werten basierendes Geschäftsmodell ins Leben gerufen. Das Kampagnenprinzip